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Deckengemälde mit Innschrift

Datum:
Veröffentlicht: 9.1.23
Von:
Toni Schmitt

Neue Details entdeckt

Im Laufe der Jahre wurde die Elsendorfer Kirche mehrfach gestrichen und umgestaltet. Als jetzt die Farbschichten stück für stück abgetragen wurden kamen alte Wandmalereien als leichte Schattierungen wieder zum Vorschein.

Im Laufe der Jahre wurde die Elsendorfer Kirche mehrfach gestrichen und umgestaltet. Als jetzt die Farbschichten Stück für Stück abgetragen wurden kamen alte Wandmalereien als leichte Schattierungen wieder zum Vorschein. So berichtete Herbert Körner und Ewald Weidt das es an der Decke unter der Empore ein Gemälde gab welches der Hl. Dreifaltigkeit gewidmet war. Dargestellt wurde Sie mit einem Dreieck welches mit Strahlen versehen war. Im Altarraum gab es mal einen blauen Sternenhimmel mit goldenen Sternen. Kleine Rückstände der blauen Farbe und ein Muster kamen jetzt wieder zum Vorschein. An der linken Wand des Altarraumes gab es eine Tür. Ihre Grundrisse wurden jetzt wieder sichtbar. Einen Hinweis auf das alter der Kirche gab es bereits vor der Sanierung durch eine Holzuntersuchung im Gebälk. Die ältesten Balken im Dachstuhl stammen aus dem Jahr 1386. Die meisten jedoch aus dem Jahr 1595. Schon länger bekannt ist das die hinteren ca. 6 Meter unter der Empore von 1861-63 angebaut wurden.

Gemälde wurden gereinigt

Die Gemälde an der Decke wurden gereinigt. Das war notwendig da sich im laufe der Jahre Schmutz und Kerzenruß auf die Bilder abgesetzt haben. Durch die Reinigung kommen die Farben jetzt wieder zur Geltung. Die Gemälde der 4 Evangelisten bekommen einen neuen helleren Rahmen. Das Große Gemälde welches die Hl. 14 Nothelfer zeigt wurde ebenfalls gereinigt. In den letzten Wochen und Monaten haben mehrere Sachverständige für Kirchenkunst und Denkmalschutz die Deckengemälde begutachtet. Das erstaunen war groß als bemerkt wurde das der Engel welcher über die 14 Nothelfer schwebt neben einem Schwert auch ein eisernes Kreuz in seiner Hand hält. Auch eine Innschrift auf einer Schriftrolle am unteren Bildrand wurde entdeckt. „In diesem Schrecklichen Völkeringen Möget Ihr die Hilfe bringen. Zum ewigen Heil und Sieg in diesem Weltkrieg“. ist in kleiner Schrift zu lesen.

Datiert ist das Gemälde mit WEEGER 1918. Die Datierung geht zurück auf Georg Weeger aus Attelsdorf. Dieser war Malermeister und Soldat im 1. Weltkrieg. Er legte das Gelübde ab, wenn er wieder gesund nach Hause kommt malt er dieses Bild der Hl. 14. Nothelfer in die Elsendorfer Kirche. Als der Krieg zu Ende war und er von der Front in Frankreich wieder Heim kehrte löste er sein Versprechen ein.

Umstritten ist heute ob tatsächlich das ganze Bild auf Georg Weeger zurück geht. Da es Anzeichen für eine Übermalung gibt. Die Innschrift auf der Schriftrolle und das eiserne Kreuz jedoch gehen mit Sicherheit auf Ihn zurück