Hoher Besuch in Elsendorf
Am 22 Oktober dem Elsendorfer Kirchweihsonntag wurde nach 18-monatiger Bauzeit die St. Laurentius Kirche offiziell wiedereröffnet. Zu diesem Großereignis wurde auch Bambergs ehemaliger Erzbischof Ludwig Schick eingeladen. Da an diesem Sonntag jedoch Terminsalat herrschte wie es Herr Schick selbst bezeichnete kam als Vertretung Domkapitular Dr. Schiebek. Herr Schick ließ es sich jedoch nicht nehmen der frisch sanierten Elsendorfer Kirche sowie deren Gemeinde einen Besuch abzustatten. So begrüßte die Elsendorfer Kirchengemeinde Alterzbischof Schick zum Adventsgottesdienst am 2. Advent. Zu Beginn des Gottesdienstes zu dem auch die Elsendorfer Vereine mit dessen Fahnenabordnungen eingeladen waren begrüßte im Namen der beiden Kirchengremien Pfarrgemeinderatsvorsitzender Herbert Körner den Ehrengast aus Bamberg. In seiner kurzen Ansprache wies Herbert Körner auf das Ende der Kirchensanierung und auf das 100-jährige bestehen der Kuratie Elsendorf hin. Das im Oktober ebenfalls gefeiert wurde. Am 1 November 1922 überreichte Schlüsselfelds Stadtpfarrer Weißenberger den 1. Elsendorfer Kuratus Johann Lunz vor der Elsendorfer Kirche die Schlüssel zum Gotteshaus, das war die Geburtsstunde der Kuratie Elsendorf. Herr Schick erläuterte in seiner Begrüßung das es Ihm nach dem Terminsalat im Oktober ein Anliegen war nach Elsendorf zu kommen und mit der St. Laurentius Gemeinde einen Gottesdienst zu feiern.
Glückwünsche vom ehemaligen Erzbischof
Zu beginn der Predigt beglückwünschte Schick die Elsendorfer Bürger zu Ihrer schön sanierten Kirche. „Kirchen seinen wichtig! Warum? Weil sie etwas tun gegen die Grundübel gegen die Grundmängel unserer Zeit. Was ist eigentlich das Grundübel und die Grundmängel? Letztlich bestehen sie darin, dass wir Gott vergessen das wir Gott vernachlässigen“ so Schick. „Wir nehmen die Übel in dieser Welt war wir leiden darunter das es seit 2 Jahren einen Krieg in der Ukraine gibt mit weltweiten Konsequenzen und Folgen. Wir nehmen war das es einen Furchtbaren Krieg in Palästina und Israel gibt. Mit vielen Toten mit vielen verwundeten mit Zerstörung von Natur von Gebäuden von Lebens Möglichkeiten Zukunftschancen. Aber auch wenn wir in unsere näheren Welt schauen dann nehmen wir wahr das die Gewalt zunimmt in den Familien Männer gegen Frauen aber auch umgekehrt gegen Kinder und alte Menschen. Gewalt nimmt zu auch gegen Polizisten Gewalt nimmt zu auch im Straßenverkehr und auch in den Schulen. Unsere Übel nehmen wir wahr und daraus folgt dann noch mehr Zerstörung unserer Natur noch mehr Ehescheidungen noch mehr leid in Familien“. Letztlich so Schick weiter ist es die Gott Vergessenheit die Gottesferne die Gottlosigkeit. "Denn wenn man wirklich mit dem Guten Gott verbunden ist der kann dem nächsten nichts Böses tut. Wer mit diesem guten Gott der liebe verbunden ist der kann nicht gewalttätig sein der kann keinen Krieg anzetteln der kann keine Waffen gegen andere richten".
„Kirchen als Gebäude erinnern an Gott dafür haben wir sie als Gebäude. Und dann gehen wir hinein und werden Kirche. Kirche hat ja immer den Doppelten Wortsinn: Gebäude und Gemeinschaft der Christen Gemeinschaft der Gläubigen. Kirche erinnert uns an Gott an das Gebäude und dann werden wir Kirche, Kirche sind wir dann, wenn wir unseren Glauben leben Treue Wahrhaftigkeit Güte und Nächstenliebe. Nutzt so euere Kirche bewahrt Sie damit auch in Zukunft Ihr die Menschen in Elsendorf an den Guten Gott Glauben und das was ihr glaubt in lebende Zeugen umsetzt. Dann wird auch die Zukunft für Elsendorf gut werden. Und das wünsche ich euch und den Nachfahren vom ganzen herzen“ beendete Bambergs Alterzbischof seine Predigt.
Mahnende Worte vom Stadtoberhaupt
Schlüsselfelds 1. Bürgermeister Johannes Krapp ging in seiner Rede auf das gleiche Anliegen ein wie zuvor Alterzbischof Schick. „Unsere Vorfahren haben nach der Katastrophe des 2. Weltkrieges ganz bewusst etwas vor das Gesetz gestellt nämlich den Bezug auf etwas unverhandelbares auf etwas was wir Gott nennen. Ich und wir alle als Christliche Politiker haben das Gefühl. Wenn man vergisst das vor dem was Politiker entscheiden vor dem was recht und Rechtsstaat ist das vor dem eine Instanz ist die schon davor da war und noch nach uns da ist nämlich der uns liebende Gott. Dann wird es ganz schwierig dann ist es nämlich verhandelbar ab wann Leben schützenswert ist dann ist es verhandelbar was wir unter Gemeinschaft verstehen und Solidarität. Dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Wenn wir das Vergessen dann kommen wir in eine Richtung in der ganz viele Länder auf der Erde schon waren“. Deswegen zeigte sich Krapp dankbar und erfreut, dass das Kirchliche und Gesellschaftliche Leben in Elsendorf noch so gut funktioniert.
Die Wogen geglättet und bedankt
Im Oktober so Krapp zum Abschluss stand er schon einmal an gleicher Stelle. Damals wurde Kritik geübt, weil Alterzbischof Schick doch nicht nach Elsendorf gekommen war. Das er jetzt doch gekommen ist zeige das „wir Elsendorfer nicht vergessen werden“. Schick meinte darauf „es sei immer gut, wenn man am Ende sagen kann es ist alles wieder gut“. Krapp richtete auch einen großen Dank an die Elsendorfer Vereine und an die Blaskapelle die wie schon zuvor am 22 Oktober alle wieder erschienen waren.