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Laurentiusfest bei Sommerhitze

Datum:
Veröffentlicht: 10.8.25
Von:
Toni Schmitt
Pünktlich zum diesjährigen Patronatstag dem Laurentiusfest kam der Sommer zurück und schenkte den Elsendorfer Kirchenbesuchern bestes Wetter. Zu Beginn des Gottesdienstes sagte Padre Gabriel „Heute versammeln wir uns zu einer besonderen Feier: Unser Patrozinium – das Fest des heiligen Laurentius unseres Kirchenpatrons.

Pünktlich zum diesjährigen Patronatstag dem Laurentiusfest kam der Sommer zurück und schenkte den Elsendorfer Kirchenbesuchern bestes Wetter. Zu Beginn des Gottesdienstes sagte Padre Gabriel „Heute versammeln wir uns zu einer besonderen Feier: Unser Patrozinium – das Fest des heiligen Laurentius unseres Kirchenpatrons.

Laurentius lebte im 3. Jahrhundert in Rom und war als Diakon für die Armen der Gemeinde zuständig. Als der römische Stadtpräfekt ihn aufforderte, den Kirchenschatz herauszugeben, brachte Laurentius die Armen und sagte: „Das sind die Schätze der Kirche“. Er bezeugte seinen Glauben nicht nur mit Worten, sondern mit seinem ganzen Leben – bis hin zum Tod. Er war Diakon, Diener der Armen und ein mutiger Zeuge Jesu Christi bis in den Tod“.

In seiner Predigt ging Padre Gabriel auf das allseits bekannte Gleichnis vom Weizenkorn das in die Erde fällt und stirbt ein. „Das Bild vom Weizenkorn, das in die Erde fällt und stirbt, ist ein starkes Bild. Jesus spricht es nicht als ein frommes Beispiel, sondern als eine Lebensregel für alle, die ihm nachfolgen wollen. Ein Korn, das in einer Vorratskammer liegen bleibt, mag sicher und unversehrt sein – aber es bringt keine Frucht. Nur wenn es in die Erde fällt, sich hingibt, ja, in gewisser Weise „zerfällt“, wächst neues Leben daraus. Der heilige Laurentius hat das zutiefst verstanden. Als Diakon diente er nicht sich selbst, sondern den Armen. Die erste Lesung aus dem 2. Korintherbrief erinnert uns: „Wer kärglich sät, wird kärglich ernten; wer reichlich sät, wird reichlich ernten“. Das gilt nicht nur für materielle Gaben. Es gilt für Zeit, Aufmerksamkeit, Zuwendung, Vergebung – alles, was wir „säen“ in das Leben anderer. Laurentius hat reichlich gesät – und was für eine Frucht ist daraus gewachsen: eine Kirche, die bis heute weiß, dass ihre wahren Schätze nicht Gold und Silber sind, sondern Menschen, die in der Liebe Gottes leben. Das Evangelium geht noch tiefer: „Wer mir dienen will, folge mir nach“. Dienen heißt hier nicht bloß „nett sein“ Dienen heißt: bereit sein, sich einzusetzen – auch wenn es etwas kostet. Vielleicht wird von uns kein Blutzeugnis verlangt wie bei Laurentius. Aber wir können seinen Geist leben, wenn wir uns nicht verschließen, sondern uns hingeben: im Einsatz für die Schwachen, im mutigen Bekenntnis zu unserem Glauben, im treuen Gebet füreinander“.

Laurentiuslied seit 1946

Dass das Laurentiusfest in Elsendorf etwas Besonderes ist verdeutlicht auch das Laurentiuslied das nur an diesem Tag gesungen wird. Woher das Laurentiuslied stammt ist bis heute unklar. Auch wie lange es in Elsendorf bereits gesungen wird wusste man lange Zeit nicht. Ein Besuch im Archiv des Erzbistums Bamberg brachte hier Klarheit. In einem Brief an das Erzbischöfliche Generalvikariat schreibt Kuratus Würstlein am 9 September 1946 „Im Vollzug der Aufforderung vom 25 August 1946 als Nachtrag zur Genehmigung des Pfarrliedes für die Kuratie Elsendorf wird hiermit beiliegend die Melodie zum bereits gütigst genehmigten Pfarrlied eingesandt“. Das Generalvikariat antwortete daraufhin am 12 September des Jahres „Betreff Laurentiuslied: Zum Bericht vom 9.9.1946 Hiermit senden wir die vorgelegte Melodie für das Lied zum Hl. Laurentius nach Einsichtnahme zurück“.

Weißwurstfrühstück zum Abschluss

Im Anschluss an den Gottesdienst haben Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung zum traditionellen Weißwurstfrühstück eingeladen. Für die Musikalische Unterhaltung spielte die Blaskapelle Elsendorf. Von Seiten der beiden Kirchengremien war zu hören „Wir machen das nicht um Geld zu verdienen, sondern damit die Menschen zusammenkommen“ – eben ganz im Sinne des Hl. Laurentius.