Mahnung für alle Zeiten

Wie jedes Jahr war auch diesmal der Volkstrauertag ein besonderer Anlass innezuhalten, um sich des unschätzbaren Wertes des Friedens bewusst zu werden. Am vergangenen Sonntagmorgen zogen nach dem Gottesdienst im Laurentiussaal die Fahnenabordnungen und die Vertreter der Vereine begleitet vom der Blaskapelle Elsendorf zum Kriegerdenkmal. Dort gedachte sie der unzähligen Opfer von Krieg und Gewalt und beteten für den Frieden.
Bürgermeister Johannes Krapp (Stadt Schlüsselfeld) erinnerte in seiner Rede an die Sinnlosigkeit des Krieges. „Vor 80 Jahren genau zu dieser Zeit haben deutsche Elitesoltaten versucht die letzten Widerstandsnester in Stalingrad zu beseitigen. Am 9 November hat Hitler bereits verkündet das die Stadt eingenommen ist und der letzte Versuch der 3000 Elitesoltaten ist bei minus 18 Grad gescheitert. In kurzer Zeit sind 3000 Soldaten gestorben und bereits eine Woche später kam der russische Gegenangriff der mit der Einkesselung der 6. Armee endete. Die Zerstörung der Stadt hat keinen Sieger hinterlassen weder bei Russen noch bei Deutschen weder bei Soldaten noch bei Zivilisten weder bei freien noch bei gefangenen. Und somit steht Stalingrad als Stadt der man heute besonders Gedenken kann beispielhaft für die Sinnlosigkeit des Krieges nicht nur des 2. Weltkrieges, sondern aller Weltkriege und aller Kriege“ sagte Krapp.
Volkstrauertag hochhalten
„Lange Jahre eigentlich fast 80 Jahre hat man gedacht das dieses Signal zusammen mit vielen anderen auf den Schlachtfeldern der Welt ausreichen würde das dies nie wieder passiert. Es gab auch schon Jahre in denen wir und in dem man sich auch in Deutschland die Frage gestellt hat ob der Volkstrauertag mit den jeweiligen Zeremonien den noch zeitgemäß ist den die Lehren aus der Vergangenheit seien ja gezogen. Seit Februar diesen Jahres wissen wir das dem nicht so ist. Das Krieg wieder ein Mittel der Politik verstanden wird und das wir wieder neue Schlachtfelder in Europa sehen die dessen können wir sicher sein auch keine Sieger hinterlassen werden sondern in ganz Europa und der ganzen Welt nur Verlierer. Und deshalb ist es mehr denn je nötig das wir den Volkstrauertag hochhalten in gewisser Weise in Ehren halten. Das wir derer gedenken die uns eigentlich mit ihrem Tod und mit ihrem Leben und streiten eine Mahnung sein wollen für alle Zeiten das Krieg kein Mittel der Gewalt ist und dass Krieg keinen Sieger hervorbringt.
In diesem Sinne hoffen wir auf ein baldiges Ende des jetzigen Krieges in der Ukraine und auf ein Ende aller Kriege und gedenken unser und aller gefallenen auf der Erde“ beendete Schlüsselfelds Bürgermeister seine Ansprache.
Zum Ende der Gedenkstunde legte Gerhard Körner 1. Vorsitzender des Soldaten und Kammeratschaftsvereins Elsendorf den Kranz nieder. Begleitet wurde die Kranzniederlegung von der Blaskapelle Elsendorf. Zuvor segnete Padre Gabriel das Kriegerdenkmal und sprach ein Friedensgebet.






