Nie wieder Krieg
In einer Gedenkfeier gedachte die Elsendorfer Bevölkerung am Volkstrauertag den gefallenen und Vermissten aller Kriege.
In einer Rede die zum nachdenken anregte griff Schlüsselfelds 1. Bürgermeister Johannes Krapp das Thema Gleichgültigkeit auf. Er zitierte aus einem US-amerikanischen Kriegsfilm (Der Schmale Grat) in dem ein GI die Frage stellte „woher kommt all die Gleichgültigkeit woher kommt eigentlich all das böse das uns Menschen dazu treibt den anderen Menschen zu foltern zu töten und auf jegliche Art zu schädigen“. Jeder Krieg beginnt nicht mit dem ersten Schuss er beginnt mit der Gleichgültigkeit. Er selbst so Krapp sei vor 30 Jahren als teil der Bundeswehr in Somalia gewesen an einem Abend saß er mit einem der besseren Vertreter der Somalis zusammen und habe gesagt „wie kann das sein das es Dir und euch so gut geht während 50 Meter von hier unter Unmenschlichen Bedingungen Flüchtlinge in Zelten vor sich hinvegetieren“. Er bekam die Antwort: „Die sind mir gleichgültig“. Nur weil sie nicht zum gleichen Stamm nicht zum gleichen Clan gehörten. Krapp erwiderte "Es sind doch bestimmt auch welche dabei die nichts dafür können Frauen, Kinder die ohne Schuld sind“. Und er bekam erneut die Antwort: „Ich habe es dir gesagt: Sie sind mir gleichgültig“.
Gleichgültigkeit als Anfang von Krieg und Gewalt
Damit beginnt eigentlich all der Hass und damit beginnt letzten Endes Krieg und so war es auch 1914 „Du bist nichts die Nation ist alles“ war damals die Parole. Oder dann später „Du bist nichts dein Volk ist alles“. Die Gleichgültigkeit Dokumentiert sich zunächst wie es 1933 war an denen die man Politisch nicht wollte Sozialdemokraten und Kommunisten hat man weggesperrt. Andere wie katholische Priester jene die eine anderen Rasse angehörten ob es Juden sind Sinti oder Roma, sie alle waren einem zunächst gleichgültig. Bis es dann soweit war das die eigenen Söhne gefallen waren und nicht mehr in die Heimat zurückkamen. Dann war es den Menschen auf einmal nicht mehr ganz so gleichgültig. Wenn die, die am Kriegerdenkmal eingraviert sind heute zu uns sprechen könnten würden sie sagen: „Streitet darüber wer zu euch ins Land darf und wer wieder gehen muss. Streitet darüber wie ihr eure Energie Produziert. Streitet über alle möglichen Dinge in der Politischen Welt aber auch im Privatem. Aber werdet einander nicht gleichgültig seht den anderen als das was er ist ein Geschöpf ein einmaliges Geschenk Gottes“.
Johannes Krapp beendete seine Rede mit den mahnenden Worten: „Nie wieder Krieg“.
Zu beginn der Gedenkfeier segnete Padre Gabriel das Kriegerdenkmal und sprach ein Gebet für alle Verstorbenen. Am Ende der Gedenkfeier legte der 1. Vorsitzende des Soldaten- und Kameradschaftsverein Gerhard Körner zusammen mit Schlüsselfelds 1. Bürgermeister den Kranz nieder.