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Nie wieder Krieg

Datum:
Veröffentlicht: 16.11.25
Von:
Toni Schmitt

Mit einer Gedenkfeier zum Volkstrauertag gedachten am Sonntag, 16. November, die Elsendorfer am Kriegerdenkmal aller Opfer von Krieg, Vertreibung und Gewaltherrschaft. Schlüsselfelds 1. Bürgermeister Johannes Krapp dankte dafür, dass die Elsendorfer Bevölkerung diese Tradition hochhält. In seiner Ansprache würdigte er, dass dem Gedenken an die Gefallenen ein Gottesdienst vorausging. „Nicht deswegen, weil wir jetzt alle heiliger wären, sondern deswegen, weil die Kirche – und deswegen ist Sie heilig – über 2000 Jahre hinweg der Menschheit vor Augen führt, dass man sich nicht allein für sich selbst auf der Welt bewegt, nicht nur sein eigenes Spiegelbild betrachtet, seine eigenen Selfies. Sondern dass wir jemandem verpflichtet sind, einem Gott gegenüber Rechenschaft ablegen müssen. Der barmherzig und gütig ist, er verlangt aber auch von uns, dass wir uns unseren Nächsten gegenüber barmherzig und gütig verhalten. In dem Wissen, dass das in der Menschheit wirklich bei jedem Fuß fassen könnte, müsste dann keiner mehr ausziehen und in treuer Pflichterfüllung sein Leben lassen. Weil man dann das Gegenüber wertschätzt, so wie es ist, unabhängig von Rasse, Religion und Aussehen. Dann müsste keiner eingesperrt werden in Konzentrationslagern und dann müsste auch keiner mehr zu Tode kommen aus ganz eigensüchtigen, egoistischen Gründen, sondern dann würde uns allen bewusst sein, dass wir dem treuen, barmherzigen Gott verpflichtet sind und deswegen dem Nächsten auch kein Leid antun würden. So weit ist es leider nicht umso wichtiger ist es, dass wir dieses Gedenken weiterhin hochhalten. Überall da, wo man sich dessen nicht mehr bewusst ist, wird ein ganz anderer Zweck zum Heiligtum, nämlich entweder die eigene Nation oder das eigene Überheblichkeitsgefühl. Da gibt’s Über- und Untermenschen und das führt zu Leid und Gewalt. Allein in dieser Stunde, in der wir jetzt gedenken, sind im Zweiten Weltkrieg 1300 Menschen zu Tode gekommen, in jeder einzelnen Stunde. Und dass das nicht wieder geschieht, deswegen ist es gut und wichtig, an dieser Tradition festzuhalten, einen Gottesdienst zu feiern und anschließend der Gefallenen zu gedenken. In diesem Sinne herzlichen Dank, nie wieder Krieg“, bedankte sich Krapp zum Abschluss seiner Rede noch einmal.

Anschließend legten Bürgermeister Johannes Krapp und 1. Vorsitzender des Soldaten- und Kameradschaftsvereins Elsendorf Gerhard Körner einen Kranz nieder. Zu der Melodie von „Ich hatte einen Kameraden“ und dem Senken der Fahnen gedachten alle Anwesenden der Opfer von Krieg und Gewalt.
Zu Beginn der Gedenkfeier segnete Padre Gabriel das Kriegerdenkmal und sprach ein Friedensgebet.