Der Gedanke, in Elsendorf Räume für kirchliche und Vereinsveranstaltungen zu schaffen, ist fast gleichzeitig mit dem Tag gekommen, da das Erzbischöfliche Generalvikariat verfügte, dass die Kuratie Elsendorf von der Pfarrei Breitenlohe aus mitversorgt werden solle (23.5.1980).
Das Kuratenhaus stand nach dem Tod von Kuratus Johann Tremel bis auf 2 Räume leer. Fast automatisch drängte sich der Gedanke auf, durch Umbau und Anbau für Veranstaltungen im Ort geeignete Räume zu schaffen, die den Erfordernissen einer Gemeinde genügen.
Mit einer Besprechung im Kuratenhaus am 2.7.1981 nahm der Gedanke langsam konkrete Formen an.
Pfarrer Rudolf Rupprecht, Kirchenpfleger und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Sebastian Badum, Architekt Heinz Ronge aus Veitshöchheim und die Herren Gregor Schmidtlein und Manfred Erhard von der Bauabteilung des Erzbischöflichen Ordinariates kamen überein, dass mit dem Kuratenhaus etwas geschehen muss.
Als Voraussetzung für eine Baumaßnahme wurde eine Bedarfsprüfung durch das Sekretariat für Raumordnung und Seelsorge verlangt.
Noch bevor Herr Saffer vom Sekretariat für Raumordnung und Seelsorge im Rahmen einer Ortsbesichtigung (20.08.1981) die Notwendigkeit von Räumen für die Kuratiegemeinde erklärte, bat man am 03.08.1981 das Erzbischöfliche Ordinariat, die Errichtung von Pfarrräumen zu unterstützen.
Ausgegangen wurde von einem Projekt, das die Neuerrichtung eines Pfarrsaales unter Einbeziehung des Erdgeschosses des Kuratenhauses vorsah.
Es war klar, dass das Erzbischöfliche Ordinariat angesichts der finanziellen Situation nicht erfreut war, dass plötzlich nun auch die Kuratie Elsendorf eigene Pfarrräume schaffen wollte.
Nach langem Hin und Her wurde erreicht, dass das Ordinariat grundsätzlich zustimmte, für die Kuratiegemeinde einen geeigneten Raum herzustellen, aber auf keinen Fall waren die Herren des Domkapitels bereit, einen Raum von den Ausmaßen zuzustimmen, die dieser Raum nun hat.
Da half es auch nicht zu beteuern, dass die Elsendorfer durch Eigenleistungen viel dazu beitragen würden, dass die anfallenden Kosten gering blieben. Erfreut waren jedoch alle, als der Allgemeine Geistliche Rat am 09.02.1982 für das Jahr 1982 70.000 DM bereitstellte. Am 03.04.1982 wurde der Architektevertrag mit Heinz Ronge unterzeichnet.
In diese Zeit fallen auch Verhandlungen mit der Stadt Schlüsselfeld, die noch ausstehenden Schlüsselzuweisungen für Elsendorf für die Pfarräume freizugeben.
Elsendorfs Altbürgermeister Hans Kaiser gab den guten Rat dies zu unternehmen. Dankenswerter Weise nahm sich Schlüsselfelds 1. Bürgermeister Georg Obermayer der Sache an.
So konnten die Vereinsvorstände, Bürgermeister, Stadträte und Pfarrer sich einigen: Es soll ein Raum geschaffen werden, der allen Vereinen des Ortsteiles Elsendorf zur Verfügung steht, die Trägerschaft soll die Katholische Kirchenstiftung Elsendorf übernehmen.
Nun ergab sich das Problem vom Bamberger Ordinariat die Erlaubnis zu erhalten, einen Raum von der Größenordnung zu bauen, der für diesen Zweck geeignet ist.
Es dauerte lange bis man das Ordinariat davon überzeugen konnte, dass ein Umbau allein des Kuratenhauses völlig illusorisch ist und der Raum im Hinblick auf die (zweckgebundenen) Schlüsselzuweisungen geräumiger sein müsse als ein Raum für rein kirchliche Zwecke.
Nach schwierigen Verhandlungen kam aus Bamberg die erfreuliche Mitteilung, dass der Entwurf von Heinz Ronge in der gewünschten Größenordnung genehmigt ist (21.04.1983).
Rasch wurde der Plan zur Genehmigung in das Landratsamt Bamberg gebracht. Am 01 August 1983 konnte der Baugenehmigungsbescheid abgeholt werden. Schon am 09. August 1983 wurde die Baugrube für den wasserdichten Keller, der dann später Probleme wegen einer Wasserdurchlässigkeit verursachen sollte.
Am 12 September 1983 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung durch Pfarrer Rupprecht. Am 15 Juli 1984 bekam der Saal den kirchlichen Segen und wurde seiner Bestimmung übergeben.